
Nach Norden führt die Straße nach Girona, Figueres, zu den steinernen Dörfern des Empordà und weiter bis nach Empúries am Meer. Mehrere Orte lassen sich zu einem ganzen Tagesausflug verbinden — oder man wählt nur einen und hebt sich den Rest für das nächste Mal auf.
Eine Kathedralenstadt am Fluss Onyar, mit farbigen Häusern, die sich im Wasser spiegeln. Das jüdische Viertel gehört zu den besterhaltenen Europas. Oben über die römischen Mauern zu gehen, gibt einem die ganze Stadt auf einmal.
Der späte Nachmittag ist die beste Zeit — das Licht legt sich ockergelb auf den Stein, und nach dem Mittag wird die Stadt ruhiger.
Die Stadt Dalís — und des Theater-Museums, das er selbst als sein letztes Werk entworfen hat. Dafür sollte man sich einen ganzen Vormittag lassen.
Eines der besterhaltenen mittelalterlichen Dörfer Kataloniens, auf einem Hügel über den Reisfeldern. Gehen Sie durch die schmalen Gassen, suchen Sie die gotischen Bögen. Zur Weihnachtszeit findet hier eine der schönsten lebenden Krippen des Empordà statt.
Empúries ist einer jener Orte, an denen sich Geschichte und Landschaft nicht voneinander trennen lassen. Die Überreste der antiken griechischen und römischen Städte liegen direkt am Mittelmeer, und hinter Straßen, öffentlichen Plätzen und Mosaiken erscheint immer wieder der Horizont.
Hier lässt sich nicht nur eine abstrakte „Antike“ vorstellen, sondern ein ganz gewöhnlicher Alltag: Häuser, Märkte, Wege und Menschen, die einst auf dasselbe Meer blickten.
Nach dem archäologischen Gelände lohnt es sich, bis Sant Martí d’Empúries weiterzufahren. Die alten Mauern, die wenigen Gassen und die Restaurants nahe der Küste bringen den Tag zu einem natürlichen Abschluss — ohne einen abrupten Sprung aus der Vergangenheit zurück in die Gegenwart.